Pressekonferenz Programmstart | Darmkrebsvorsorge Graubünden

Pressekonferenz Programmstart

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Am 23. September 2020 fand im B12 in Chur die Pressekonferenz statt.

Kampf dem Darmkrebs

Im Oktober startet das Gesundheitsprogramm «Darmkrebsvorsorge Graubünden». Personen aus der Risikogruppe zwischen 50 und 69 Jahren sollen erleichterten Zugang zur Vorsorgeuntersuchung erhalten. Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Allerdings lässt er sich bei frühzeitiger Erkennung gut behandeln und die Heilungschancen sind entsprechend hoch. Um diese zu gewährleisten, hat die Krebsliga Graubünden im Auftrag des Kantons das neue Programm «Darmkrebsvorsorge Graubünden» ausgearbeitet, welches per 1. Oktober startet. An der Medienorientierung im Brandissaal gestern im Restaurant «B12» in Chur präsentierten Regierungsrat Peter Peyer als Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit sowie die organisatorische Programmleiterin Irina Casaulta die Einzelheiten des neuen Programms. Erkrankung präventiv verhindern Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Graubünden aus der Risikogruppe zwischen 50 und 69 Jahren sollen dabei Zugang zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung erhalten. Mit Ausnahme des Selbstbehalts von zehn Prozent sind die Leistungen von der obligatorischen Krankenversicherung abgedeckt. Untersuchungen im Rahmen des Programms sind zudem von der Franchise befreit. Zusätzlich werden jedes Jahr drei Jahrgänge aus der Zielgruppe persönlich von der Darmkrebsvorsorge Graubünden angeschrieben und zu einer Voruntersuchung ermutigt. Schliesslich sei man sich bewusst, dass Darmkrebs ein sensibles Thema sei, gab Regierungsrat Peyer zu bedenken. Er betonte die Wichtigkeit des neuen Programms: «Neben Corona gibt es auch andere Krankheiten, bei denen Masken tragen und Abstand halten nicht helfen.» Das neue Programm ist Teil der nationalen Strategie gegen Krebs. Ziel ist es, Projekte zur Vorsorge, Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen national zu koordinieren, mit einem Mehrwert für die Betroffenen. Für Irina Casaulta liegt ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit in der Prävention. «Darmkrebs wird durch gutartige Polypen verursacht, welche zu einem bösartigen Tumor führen», klärt Casaulta auf. Diese gelte es frühzeitig zu erkennen. Deshalb soll die Bevölkerung sensibilisiert und zur aktiven Vorsorge motiviert werden. Denn abgesehen von den genetischen Faktoren könne jede Person durch ihren Lebensstil zur Vermeidung von Darmkrebserkrankungen beitragen. «Gesunde Ernährung und viel Bewegung senken das Risiko», betonte Casaulta. Verschiedene Verfahren Für die Untersuchung stehen zwei Vorsorgemethoden zur Verfügung. Die einfache Variante ist der Blut-im Stuhl-Test. Dafür kann jede Person auf der Website der «Darmkrebsvorsorge Graubünden» persönlich eine Referenznummer beantragen. Anschliessend kann ein Test bestellt und die Stuhlprobe eingeschickt werden. Der Test sollte alle zwei Jahre wiederholt werden. Werden in den Stuhlproben Rückstände von Blut gefunden, kommt die zweite Variante, eine Darmspiegelung, zum Einsatz. Diese Methode ist zwar aufwendig, aber auch effizient. Polypen werden meist sofort erkannt und können direkt entfernt werden.

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