Vergleich der Vorsorgemethoden | Darmkrebsvorsorge Graubünden

Vergleich der Vorsorgemethoden

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Der Blut-im-Stuhl Test (FIT)

Wie funktioniert der Blut-im-Stuhl Test (FIT)?

Dickdarmkrebs im Frühstadium blutet oft ein wenig. Dieses Blut kann man von Auge nicht erkennen. Darum gibt es den FIT (Fecal Immunochemical Test). Der FIT misst Blutspuren im Stuhl. Dazu muss man eine kleine Stuhlprobe einschicken. Diesen Test kann man selbstständig zuhause machen.

Wie oft? Der FIT-Test sollte alle 2 Jahre wiederholt werden.

Wie funktioniert der FIT?

  • Sie entnehmen zuhause eine kleine Stuhlprobe.
  • Die Stuhlprobe schicken Sie mit der Post zurück ins Labor.
  • Das Labor untersucht die Stuhlprobe.
  • Wenn Blut gefunden wird, muss eine Darmspiegelung zur genauen Abklärung durchgeführt werden.

WICHTIG: Wenn Blut gefunden wird, ist es sehr wichtig, dass Sie der Sache auf den Grund gehen und eine Darmspiegelung machen lassen, um die genaue Ursache für die Blutspuren zu finden. 
Blutspuren im Stuhl können auch harmlose Verletzungen der Darmschleimhaut oder Hämorrhoiden sein. Ein positives Ergebnis heisst nicht, dass Sie Darmkrebs haben.

Eine Kurzanleitung finden Sie hier.

Was kostet der FIT? Für Personen von 50 bis 69 Jahren: Die Kosten trägt die Krankenkasse. Der Test ist franchisenbefreit. Sie bezahlen nur den Selbstbehalt von 10 % (CHF 4.60 bis CHF 7.00).

Welches sind die Vorteile?

  • Es ist keine Vorbereitung nötig.
  • Der Test ist einfach und unkompliziert.
  • Es gibt weniger Darmspiegelungen.

Wie zuverlässig ist der Test? Wenn der Test alle 2 Jahre wiederholt wird, ist die Zuverlässigkeit hoch.

Welches sind die Nachteile?

  • Polypen werden meistens nicht entdeckt.
  • Der Test muss alle 2 Jahre wiederholt werden.
  • Es kann sein, dass Blut entdeckt wird, das nicht von einem Krebs oder Adenom stammt. 

Sie entscheiden sich für den Blut-im-Stuhl Test (FIT).

Die Darmspiegelung (Koloskopie)

Was ist eine Darmspiegelung (Koloskopie)?

Die Darmspiegelung wird von einer auf Erkrankungen des Darms spezialisierten Ärztin oder einem spezialisierten Arzt durchgeführt: einer Gastroenterologin oder einem Gastroenterologen. Die Ärztin oder der Arzt führt einen Schlauch durch den After in den Darm ein. Dieser Schlauch ist mit einer kleinen Kamera ausgerüstet. Damit kann die Ärztin oder der Arzt den ganzen Darm genau untersuchen.

Wie oft? Eine Darmspiegelung sollte alle 10 Jahre durchgeführt werden.

Wie funktioniert eine Darmspiegelung?

  • Vor der Untersuchung müssen Sie eine kurze Diät einhalten. Mit einer Trinklösung reinigen Sie den Darm. Das machen Sie zuhause.
  • Die Untersuchung findet in einer Arztpraxis oder in einem Spital statt.
  • Sie erhalten meistens ein Beruhigungsmittel, damit Sie während der Darmspiegelung schlafen können.
  • Die Untersuchung dauert rund 30–45 Minuten.
  • Müssen Polypen entfernt werden, kann die Darmspiegelung länger dauern.

Was kostet eine Darmspiegelung? Für Personen von 50 bis 69 Jahren: Die Kosten trägt die Krankenkasse. Die Untersuchung ist franchisenbefreit. Sie bezahlen nur den Selbstbehalt von 10 % (CHF 45.00 bis CHF 160.00).

Welches sind die Vorteile?

  • Es ist die beste Methode, um Polypen zu erkennen, bevor daraus Krebs entsteht.
  • Polypen können direkt während der Untersuchung entfernt werden.

Wie zuverlässig ist die Darmspiegelung? Die Ergebnisse sind sehr zuverlässig, wenn die Vorbereitung zuhause korrekt durchgeführt wird.

Welches sind die Nachteile?

  • Schwere Komplikationen wie starke Blutungen oder eine Darmperforation sind sehr selten, können aber nicht ausgeschlossen werden. Sie treten in nur 2 von 1000 Fällen auf.
  • Falls Sie ein Beruhigungsmittel erhalten, dürfen Sie danach 12–24 Stunden kein Fahrzeug lenken.

Sie entscheiden sich für die Darmspiegelung, dann melden Sie sich bei einem unseren medizinischen Partner.